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Peeter Vähi, Weltmusik, tibetische Musik, Meditationsmusik

   

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Peeter Vähi
 

Peeter Vähi, Weltmusik, tibetische Musik, Meditationsmusik, mp3, cd shopKünstler:
Peeter Vähi

Titel:
Supreme Silence

PEETER VÄHI bei CCn'C Records
Titel: Supreme Silence
Veröffentlichung: Oktober 1998
Bestell Nr.: 00182

Genres:
Weltmusik, zeitgenössische Musik, tibetische Musik, Meditationsmusik - Kulturkreis: Tibet, Europa

"Supreme Silence"
Estnischer Nationaler Männerchor R.A.M., Arsis - Handglocken Ensemble, Irén Lovász - Gesang

Peeter Vähi - "Supreme Silence" basiert auf Ritualen der Kagyu-Schule des tibetanischen Buddhismus, die normalerweise niemals in der Öffentlichkeit zelebriert werden.

Seine Heiligkeit Drikung Kyabgon Chetsang Rinpoche, Oberhaupt der Drikung Kagyu-Sekte, hat zwei äußerst bedeutende Texte für Peeter Vähis Komposition ausgewählt: "Vajrasttva Mantra" (II. Satz) und das Gebet "The Aspiration For The Pure Land" (IV. Satz "Die Sehnsucht nach dem reinen Land").

Peeter Vähi, in kommunikativer Gemeinschaft der Kulturen

Religionen, Kultur- und Kunsttraditonen verflechten sich heute mehr denn je. Der estnische Komponist Peeter Vähi (1955) gehört seiner musikalischen Vielseitigkeit nach zu den Künstlern des postmodernen CrossCulture-Zeitalters.

Wenngleich sein Œuvre von der Popmusik über Weltmusik bis zur symphonischen Musik reicht hat besonders die Kammermusik eine besondere Stellung in seinem frühen Schaffen gewonnen. Später drang Vähi noch tiefer in die geistige Welt der alten Musik. ("Forty Two", 1997)

Ebenso charakteristisch für Vähi ist sein Versuch, assoziative Beziehungen zwischen Musik und bildender Kunst herzustellen, wobei er auch hier von der alten Musik ausgeht. ("Vier Ansichten aus dem alten Reval", 1987 oder "To His Highness Salvador D.", 1989)

Imaginäre Ursprünge seiner Kammerwerke, die Verflechtung der traditionellen Musik des Ostens mit der klassischen Tradition des Westens, die für New Age charakteristische Toleranz den esoterischen Religionen gegenüber, dies erlaubt uns, Vähis Musik auch als mystische Verbindung geistiger Kulturen verschiedener Länder und verschiedener Epochen, als feines Einfühlungsvermögen in scheinbar exotische Kulturzusammenhänge wahrzunehmen. "Mystical Uniting" für Flöte, Violine und Gitarre kann gleichwohl als eine Art Programmanifestation begriffen werden.

Aus verschiedenen zeitlichen Dimensionen ein und derselben Musikkultur, z.B. europäische alte Musik und Moderne, entsteht bei Vähi ein Zwiegespräch. In der Hinsicht gilt dieser Tonkünstler als "Absorbierer" und gleichzeitig - soweit er direkte Zitate vermeidet - als Umdeuter verschiedener musikalischer Traditionen.

Weitere bedeutende Werke sind: "Wiegenlied Marienlands" für gemischten Chor und Symphonieorchester, "Raga Transformation" für Symphonieorchester, "2000 Years After The Birth Of Christ" mit dem Ensemble für alte Musik Hortus Musicus, "Being And Nothingness in Kostabi's Atelier" mit der estnischen Sängerin Siiri Sisask, "The Path To The Heart of Asia", "Supreme Silence" für Männerchor, Handglocken-Ensemble und Solo Stimme, "Silver Concerto" für Sopran Saxophon, verstärkte Violine und Kammerorchester und "Chant Of The Celestial Lake" für Konzertflöte und Streicherensemble. Seine Werke wurden u.a. von Antes Classics, Eres, Erdenklang, Warner Classics, Finlandia Records, EMI, Forte und CCn'C aufgenommen. (Auszugsweise und mit freundlicher Genehmigung von K.W. Damm, Wien)

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CD "The Path Of Mantra" von Peeter Vähi

Die Kagyu Linie
ist eine der vier großen Schulen im tibetischen Buddhismus. Als ihr Begründer gilt Tilopa (988-1069), ein Guru mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er bezog sein Wissen aus zwei Quellen: Zum einen von indischen Meistern, darunter auch ein direkter Linienhalter der Schule des berühmten buddhistischen Weisen Nargajuna. Zum anderen aus innerer Eingebung.

Der Überlieferung nach soll Tilopa das gesamte Lehrsystem von buddhistischen Gottheiten wie Vajradhara und Vajrayogini empfangen haben. Sein bedeutendes Vermächtnis hat sich von Schüler zu Schüler bis heute erhalten. Zu dieser Linie gehörten große Meister wie u.a. Naropa, Marpa ("der Übersetzer"), Milarepa, Gampopa und Jigten Sumgon.

Druwang Rinpoche
1997 trafen wir, meine zwei Reisegefährten und ich, Seine Eminenz Druwang Rinpoche am oberen Indus. Dieser herausragende Yogi der Drikung Kagyu Schule gab uns seinen Segen für unsere Reise zu den buddhistischen Klöstern hoch oben im Himalaja. Sein durchdringender Blick hat sich unauslöschlich in mein Herz gebrannt. Für ihn gab es nur reine Klarheit. 1921 in Tibet geboren trat er als Kind in das Drikung Thil Kloster ein, studierte an einer buddhistischen Universität die Mahayana Philosophie und zog sich zweimal für zwölf Jahre in die Einsamkeit zurück.

In dieser Zeit erreichte er den höchsten Bewusstseinzustand, Mahamudra ("große Geste") genannt. Deshalb ist er oft mit dem legendären Yogi Milarepa verglichen worden. Druwang Rinpoche hebt in seiner Lehre die Verbindung von Ursache und Wirkung sowie das Mitgefühl zu allen Lebewesen hervor. Auch wenn die meisten Menschen Karma als bloße Theorie sähen, so könne er doch aus eigener Erfahrung dafür einstehen, dass es sich tatsächlich um ein sehr reales Gesetz handelt.

Der Rituelle Gesang
Die heiligen tibetischen Texte werden gesungen, gechantet oder lautlos wiederholt. In den Klöstern werden wenigsten vier verschiedene Gesangstile gepflegt. Sie unterscheiden sich in der Klangerzeugung. Da gibt es Gesänge mit natürlicher Stimme, wie sie beim normalen Sprechen und Singen eingesetzt wird. Häufiger wird aber mit einer extrem tiefen Stimmlage gechantet. Manchmal sind die Töne derart tief, dass man kaum glauben kann, dass sie aus menschlichen Kehlen kommen.

Dann ist da das gutturale Obertonsingen, technisch das komplexeste. Man kann gleichzeitig zwei oder drei unterschiedliche Klänge heraushören: den Grundton und ein oder zwei Obertöne, die - so erscheint es einem - irgendwie künstlich aus dem Gesamtklang herausgehoben sind. So ungewöhnlich diese Gesangstechnik klingt, einmalig ist sie nicht. Auch andere Völker wie die Tuvaner und die Jakuten, die im russischen Asien leben, beherrschen das Kehlkopf-Obertonsingen.

Zu den hier rezitierten rituellen Texten gehören natürlich auch Mantras. Darüber zu schreiben fällt mir nicht so leicht. Was ich bisher an Erklärungen zu diesen magischen Beschwörungen las, trifft nicht den eigentlichen Punkt, und ich bezweifele, dass ich es besser darstellen kann. Im Rahmen des tantrischen Buddhismus werden Mantras meist definiert als Zaubersprüche, magische Formeln und verbale Symbole, die durch ständige Wiederholung einen höheres Bewusstsein oder sogar die Erleuchtung bewirken sollen. Die Mantrarezitation erfordert wesentlich mehr als die bloße Ausführung. Man muss einen Zustand der Meditation erreichen, wo die gesungenen Beschwörungen den Übenden in die Lage versetzen, die äußere Welt um sich herum gleichsam abzuschalten. In diesem Zustand wird jeder Klang als Mantra und jeder Gegenstand als Entäußerung einer Gottheit wahrgenommen. Auf der nächsten Bewusstseinsstufe wird das Mantra dann zur Manifestation der entsprechenden Gottheit. Das verbale Symbol ist dann identisch mit ihr. Tibetische Buddhisten rezitieren Mantras täglich und oft stundenlang.

Jigten Sumgon, Autor der Texte (Autor von "Great Lord Drikungpa")
Vor langer, langer Zeit wurde Jigten Sumgon als der "Chakravartin Tsibkyi Mukhyu" geboren. Er war Vater von tausend Prinzen, entsagte jedoch der Königsherrschaft und wurde zum Tathagata Lurik Dronma. Bereits erleuchtet erschien er noch in weiteren Leben: Als Bodhisattva Kunsar Wangkur Gyalpo, als der Töpfer Gakyong (zur Zeit des Buddha Kashyapa) und - zur Zeit von Buddha Shakyamuni - als der tadellose, von Buddha selbst nicht mehr zu unterscheidende Licchavi. Auch der berühmte Nagarjuna war eine seiner Inkarnationen.

Als Abt eines Klosters bestand Jigten Sumgon auf die strikte Einhaltung der klösterlichen Disziplin. Eines Tages meinten einige Mönche: "Wir sind Neffen von Milarepa und sollten Chang (eine Art Bier) trinken dürfen." Gesagt, getan. Sie tranken Chang. Auf Jigten Sumgon Ermahnung antworteten sie: "Du solltest dich selbst an die Disziplin halten, andere nicht zu verletzen!" Daraufhin erschien dem Abt in einer Vision Phagmo Drupa. Der sagte: "Verlasse diesen alten seidenen Thron und wandere nach Norden. Dort wirst du vielen (fühlenden) Wesen helfen können." So kam er nach Drikung Thil und begründete Drikung Jangchub Ling, das größte Kloster und Hauptsitz der Drikungpa.

(PEETER VÄHI, übersetzt von Christian Salvesen)

INFORMATIONEN ZU DEN EINZELNEN TITELN

Invokation
Die Beschwörung von Mahakala und Achi. Mahakala bedeutet "der große Schwarze" Er ist einer der Beschützer der buddhistischen Lehre. Im tibetischen Buddhismus (speziell in der Gelukpa-Schule) eine der beliebtesten Schutz-Gottheiten. Mythologischer Begründer der Wissenschaften und Patron der mongolischen Buddhisten. Mahakala repräsentiert den zornigen Aspekt des mitfühlenden Bodhisattva Avalokiteshvara. Auf Bildern erscheint er mit stoppeligen, feuerroten Haaren, gefletschten Zähnen und mit Totenköpfen umrahmt. Achi, der Beschützer der Drikung Kagyu Schule, wird meist als Reiter auf einem Pferd abgebildet.

Medicine Buddha Practice
Ein kurzes Mantra des Medizin Buddhas: Tadyatha Om Bhekhaze Bhekhaze Maha Bhekhaze Raza Samungate Svaha.

Chöd
Wer Chöd praktiziert sieht in der Anhaftung die Hauptursache für das Leiden und in der Nichtanhaftung den Schlüssel zum Glück. In der Chödmeditation wird der eigene Körper im Geiste hingegeben als vom Geist erschaffenes Ambrosia und als Materie, die anderen Wesen zur Erhaltung ihres Daseins (konkret: als Futter) dient. Die ganze Energie dieser Meditation, die heiligen Worte, die einmalig unheimliche Melodie und der Rhythmus der Handtrommeln und Glocken haben starke heilende Kraft. Die Chöd-Praxis soll bei körperlichen und seelischen Problemen, aber auch dem ganzen Planeten helfen.

Mantras Of Three Bodies
Mantra des Amitabha: Om Amideva Hrih
Mantra des Avalokiteshvara: Om Mani Peme Hung
Mantra des Padmasambhava: Om Ah Hung Benzra Guru Pema Siddhi Hung.

Eternal Divine
In memoriam Prof. Joachim-Ernst Berendt.
"Himmel und Erde, Sonne und Sterne, der Mond und die Planeten, alle Himmelskörper lobpreisen den Ewigen Gott mit unzähligen Namen und in unzählbaren Formen, in ungezählten, unbenannten, ungeformten Anwesenheiten des unbegrenzten Seins"
(Textfragment aus "Planet Cantata", von J.E. Berendt - Universal Music)

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